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Literarisch-musikalische Soirée: "Wir sind UNO" mit Schader-Fellow Maximilian Shaikh-Yousef

Artikel vom 24.09.2024

Foto: Jian Qi

Jazz und die Vereinten Nationen – dass und wie sich diese beiden überschneiden und gegenseitig befruchten können, steht im Mittelpunkt des Residence-Programms „The Sound of Dialogue – UNO & Jazz“, das gemeinsam mit dem Saxofonisten Maximilian Shaikh-Yousef in Darmstadt gestaltet wird. Bei der literarisch-musikalischen Soirée stellt Dr. Ekkehard Griep das von ihm herausgegebene, für die Woche ausschlaggebende Buch "Wir sind UNO" vor.

Informationen zur Veranstaltung

Beginn: 18.05.2025 | 17:00 Uhr

Ende: 18.05.2025 | 19:00 Uhr

Ort: Schader-Campus | Goethestr. 1-2 | 64285 Darmstadt
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Buchvorstellung mit musikalischen Impulsen

Am Sonntag, 18. Mai, lädt die Schader-Stiftung gemeinsam mit dem Jazzinstitut Darmstadt, der DGVN sowie der Bürgerstiftung Darmstadt als langjährige Kooperationspartnerin bei Residence-Veranstaltungen zur literarisch-musikalischen Soirée um 17 Uhr ein. Dann wird einerseits das Buch „Wir sind UNO“ vom DGVN-Bundesvorsitzenden Dr. Ekkehard Griep vorgestellt, das dem Residence-Thema als Inspiration diente, andererseits wird Maximilian Shaikh-Yousef die vorgestellten Impulse solistisch aufgreifen. 

In "Wir sind UNO" hat Ekkehard Griep, selbst einige Jahre bei den Vereinten Nationen im Bereich der Friedensmissionen tätig, persönliche Interviews mit 50 deutschen UN-Mitarbeitern geführt: über ihre Motivation, über unvergessliche Erlebnisse, Enttäuschungen und Erfolge, über Reformen, über die Rolle Deutschlands bei den Vereinten Nationen und über die Berufsperspektiven für junge Menschen bei der UNO.

Der Abend wird von der Bürgerstiftung Darmstadt ermöglicht und von dem Journalisten Lars Hennemann moderiert.

Die Veranstaltung ist öffentlich, um Anmeldung über den entsprechenden Button wird gebeten.

Zwei Konzertformate zum Abschluss

Neben der literarisch-musikalischen Soirée findet am Montag, den 19. Mai, ab 18.30 Uhr im Schader-Forum das Abschlusskonzert der Residence statt. Es stellt Maximilian Shaikh-Yousefs Kreativprozess in den Mittelpunkt; gemeinsam mit anderen Musiker*innen interpretiert er seine Auffassung von Austausch zwischen Musik und internationaler Zusammenarbeit.

Begleitend zu den beiden öffentlichen Formaten und in der Folgezeit sind in der Schader-Stiftung Werke der Darmstädter Künstlerin Nicole Schneider aus deren Ausstellung „Jazz Inspirations“ zu sehen

Zur Residence "UNO & Jazz"

Die Jury, bestehend aus Vertreter*innen von Jazzinstitut, Schader-Stiftung und DGVN, hat den Kölner Saxofonisten Maximilian Shaikh-Yousef als Schader-Fellow und Artist in Residence eingeladen, sich eine Woche lang intensiv musikalisch mit dem Thema der Völkerverständigung auseinanderzusetzen. Der 32-Jährige überzeugte die Jury im deutschlandweiten Bewerbungsverfahren insbesondere mit seinem inhaltlich explorativen Konzept: „Jazz wurde oft als musikalischer Vorreiter für die Vereinigung von Nationen bezeichnet. Ich will dem nachgehen, wie diese Idee heute weitergeführt oder neu interpretiert werden kann“, so Shaikh-Yousef. Vor allem wolle er über Fragen zu Freiheitskonzepten in sozialen Systemen, Kunstfreiheit und deren Grenzen oder zum Vereinigungspotenzial von Improvisationskonzepten ins Gespräch mit Menschen aus anderen Disziplinen kommen.

Austausch auf mehreren Ebenen

Während des einwöchigen Residence-Zeitraums besteht dazu vielfach die Möglichkeit: Insgesamt finden vier von den Veranstaltenden organisierte Tischgespräche – jeweils zu den Themen "Frieden und Sicherheit", "Entwicklungspolitik", "Erleben" und "Medienarbeit und Kommunikation" – mit ehemaligen und aktuellen Mitarbeitenden verschiedener UN-Institutionen statt, u.a. aus Auslandsmissionen und dem Diplomatischen Corps, sowie Expert*innen aus den Gesellschaftswissenschaften und der Musikszene.

Mehr über Maximilian Shaikh-Yousef

Maximilian Shaikh-Yousef wurde 1992 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Saxofon an der Hochschule für Musik Mainz. Während seines Studiums gründete er 2015 sein Quartett SH4iKH und 2018 sein Large Ensemble SH4iKH 9 extended. Von 2020 bis 2022 absolvierte Shaikh-Yousef ein Masterstudium in Jazzkomposition am Conservatorium van Amsterdam. Während dieser Zeit gründete er sein jüngstes Projekt – The Mini-Maxi-Orchestra. Als Vorstandsmitglied des Vereins TONKULT e. V. engagiert sich Maximilian Shaikh-Yousef aktiv für die Jazzszene in Mainz. Neben der Organisation verschiedener kleinerer Konzertformate verantwortet er als Gesamtleiter das Jazzfestival POST JAZZ, welches zum ersten Mal 2024 in Mainz stattfand. Als Mitgründer und -leiter der Mainzer Big Band Projekt Orion komponiert und arrangiert Shaikh-Yousef Musik für Gäste wie Will Vinson, Julian Argüelles und Frederik Köster. Darüber hinaus war er an Produktionen mit dem hr-Jazzensemble beteiligt und arbeitet als Komponist und Arrangeur unter anderem für das WDR-Funkhausorchester, das Bremer Kammerorchester, das Bundesjazzorchester sowie mit Solist*innen wie Melissa Aldana, Harmen Fraanje, Fay Claassen, Bart van Lier, Christoph Lauer, John Schröder, Sebastian Sternal und Gerald Clayton.

Kontakt

Ansprechpartnerin ist Dr. Stella Lorenz

Über die Organisationen hinter der Residence

Die Residence ist eine Kooperation zwischen der Schader-Stiftung, dem Jazzinstitut Darmstadt und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und findet im Rahmen des Fellowship-Programms Schader-Residence statt.

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) setzt sich in Deutschland für starke Vereinte Nationen ein, informiert in diversen Veranstaltungsformaten über globale Themen und begleitet die deutsche UN-Politik in konstruktiv-kritischer Weise. Die DGVN fördert wissenschaftliche Forschung zum System der Vereinten Nationen und ist u.a. einer aktiven Jugend- und Bildungsarbeit verpflichtet.

Das Jazzinstitut Darmstadt ist ein weltweit anerkanntes Forschungs- und Informationszentrum für Jazz und improvisierte Musik. Neben der Sammlung und Archivierung von Tonträgern, Zeitschriften und Plakaten spielen die öffentliche Vermittlung von Jazz(geschichte) sowie die Netzwerkarbeit eine zentrale Rolle. Durch Veranstaltungen wie das alle zwei Jahre stattfindende Darmstädter Jazzforum, Konzerte und Workshops trägt das Institut aktiv zur lebendigen Auseinandersetzung mit der Musik bei.

Die Schader-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Darmstadt. Zweck der Schader-Stiftung ist die Förderung der Gesellschaftswissenschaften durch die Kommunikation und Kooperation zwischen den Gesellschaftswissenschaften und der Praxis. Dabei bedient sich die Schader-Stiftung differenzierter Methoden von Dialog-Prozessen. Neben den Dialog- und Konferenzformaten sind von Anfang an kulturelle Schwerpunkte Intention des Stifters Alois M. Schader gewesen. Insbesondere die Schader-Galerie als Ort der Begegnung von Kunst und Gesellschaftswissenschaften sowie die Schader-Residence spiegeln diese Strategie eines Dialogs auf der Basis von Haltung, Wertschätzung, Fachlichkeit und regionaler Verantwortung.

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